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Heilpraxis-Einblicke
Hahnemann und die
Miasmen
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Die Syphilinie
Der dritte konstitutionelle pathologische Zustand entwickelt
sich ähnlich
wie die Psora und die Sykose als Folge einer Unterdrückung oder
Vertiefung
einer Primärinfektion, also infolge unnatürlicher Behandlung.
Bei der Syphilis geschieht dies bekanntlich durch Unterdrückung
des
Primärgeschwürs.
Dieses Miasma kann natürlich einerseits aus dem
Fortschreiten dieser
Syphilisinfektion oder der Primärinfektion selbst entstehen oder
zum
anderen, und das ist eine erschütternde Erkenntnis, aufgrund von
Vererbung
bei einem adäquaten Terrain und einer Prädisposition. Letzere
fördern die Ausbreitung der Krankheitserscheinungen, steigern und
vertiefen diese sogar immer mehr, bis schließlich ihre
destruktiven
Züge offenbar werden. Aufgrund der Tatsache, daß dieses
Miasma
fähig ist, alle Teile des menschlichen Organismus zu durchdringen,
sowie aufgrund seiner Destruktivität, stand es auch für die
alte
Medizin außer Frage, es als konstitutionelle vererbbare und in
all
ihren verschiedenen Stadien übertragbare Krankheit anzuerkennen.
Ein
großes Verdienst HAHNEMANNS ist es, daß er diese Erkrankung
bis ins einzelne erforscht hat. Er erläutert zum Beispiel schon
die
Inkubationszeiten sowie die verschiedenen Entwicklungsperioden. Auch
wenn
HAHNEMANN zu Beginn seiner Abhandlung über die Miasmen besonders
auf
ihren infektiösen Charakter eingeht, so betont er doch, daß
neben der Notwendigkeit dieser Erstinfektion eine gewisse
Prädisposition
für die Ansteckung da sein muß. In diesem Falle eine
Schädigung
der sensiblen Schleimhäute, speziell der Genitalorgane, damit der
Syphiliserreger überhaupt eindringen kann. Er führt uns
außerdem
vor Augen, daß diese Krankheit die Konstitution verändert,
destruktive
Merkmale besitzt, vererbbar ist und in ihren verschiedenen
Evolutionsphasen
ansteckend wirkt.
Homöopathisch wie miasmatisch ordnen wir alles Destruktive und
Degenerative der Syphilis zu. Destruktiv aufgrund der typischerweise
von
ihr verursachten Zeichen und Symptome. Degenerativ, weil die Syphilis
Verstand
und Zellen des Menschen, d.h. den ganzen Organismus in eine der Natur
völlig
entgegengesetzte Richtung drängt. Daraus entsteht eine eigenartige
Bivalenz und eine starke Reaktionsbreite, je nach Fortschreiten der
Erkrankung.
Typisch syphilitisch geprägte Symptome sind:
- Panikartige Ängste, totale Gleichgültigkeit sowie
die
Neigung,
andere mit Worten oder auch tätlich anzugreifen.
- Abneigungen aller Art, gegen den Mann, die Frau oder nahe
Angehörigen,
gegen Menschen, die sich ihm nähern, voller Wut und Zorn. Auch
Mordgelüste
oder Blasphemie zählen hierzu.
- Dann steht auf der anderen Seite der Wunsch nach Isolation.
Überhaupt
entsteht eine Menschenfeindlichkeit. Diesen Menschen erscheint alles
lächerlich,
sie sind voller Verachtung für andere.
- Alles wird schlimmer durch Trost. Man macht das Gegenteil
von dem,
worum
man gebeten wird.
- Ewig schlechte Laune, Vergeßlichkeit, Haß,
Idiotie,
Grausamkeit,
Abneigung zu denken, Abneigung gegenüber Geistesarbeit,
gegenüber
Arbeit, Bewußtseinsverlust, Anarchie.
- Die Verschlimmerung ist hauptsächlich nachts, durch
Wärme,
nach
dem Schlaf. Verschlimmerung nach physiologischen Vorgängen, wie
Essen,
Schlafen, etc.
- Es sind Spasmen, Konvulsionen, wie auch zyanotische
Zustände zu
finden,
so wie Hämorrhagien, Ulcera, Mißbildungen und
Knochenfraß.
- Der Schmerzcharakter ist eher zerreißend und bohrend.
Hauptmerkmale:
• Degeneration - Zerstörung – Aggression –
Gewalt
• Dysfunktion
• Perversion
• Destruktiv
• Zell-Entartung
• Ulcus, Gangrän
• Terror
• ungeordnete Hast
• böswillig, nachtragend, hinterhältig,
hassend
• heimtückisch, verstört, schamlos,
vernichtend
• Herabwürdigung anderer, verachtend
• Verzweiflung
• Bewußtseinstrübung
• Panik
• Raserei, Wut
• Ausweglosigkeit
• Zersetzung – Chaos
• Spasmen – Arrhythmie
• Leidenschaft
• Folgen von Unterernährung, von Geschwüren
und Tumoren, Ulcera
• Reaktion auf Aggression: Aggression
• Kleidung: unordentlich, verlottert, schlampig
Die am häufigsten benutzten Arzneimittel:
Mercurius, Kalium bichromicum, Acidum nitricum, Kalium jodatum, Aurum,
Plumbum, Jodum, Thallium. Die zugehörige Nosode ist: Luesinum. Man
beachte die Häufung der Metalle!
Das syphilitische Arzneimittelbild: Mercurius
Im Rahmen der chronischen Erkrankungen finden vor allem die
psychischen
Symptome Beachtung. Vergleicht man das, was nun über das
Arzneimittelbild
von Mercurius angeführt wird, mit dem Krankheitsbild der
verschiedenen
Stadien der Syphilis, dann wird man verstehen, daß sich trotz des
breiten Wirkungsspektrums von Mercurius kein roter Faden durch das
Arzneimittelbild
zieht. Aber hat man einmal die dem Mittel zugrundeliegende Idee
verstanden,
dann passen plötzlich alle Einzelheiten zusammen und ergeben, wie
bei einem Puzzle, ein einzigartiges unverwechselbares Bild. Sucht man
jedoch
bei Mercurius nach einem Leitsymptom, so wird man sich schwer tun. Wir
können kein einzelnes Wort oder keinen Ausdruck finden, mit dem
sich
ein roter Faden zutreffend beschreiben ließe. Zumindest kann man
jedoch sagen, die »Zerstörung der Reaktionskraft, in
Verbindung
mit instabiler, überschießender oder unzureichender
Reaktionsfähigkeit«
kommt diesem Leitgedanken am nächsten. Der gesunde Organismus
besitzt
ein Abwehrsystem, das ihn gegenüber körperlichen und
emotionalen
Umwelteinflüssen wirkungsvoll im stabilen Gleichgewicht hält.
Bei Mercurius ist diese Reaktionskraft sehr geschwächt, so
daß
der Organismus in seinen Funktionen schwankt und an Stabilität
verliert.
Der Patient nimmt alle Reize auf, ohne ihnen eine angemessene Abwehr
entgegensetzen
zu können und wird krank. Diese mangelnde Abwehrkraft führt
beim
Mercuriuspatienten zu einer allgemeinen Empfindlichkeit.
Fast alles verschlimmert - vieles ist unverträglich. Im Gegensatz
dazu finden wir nur wenige Modalitäten, die bessern. Der Patient
kann
nur wenig vertragen ohne in seinem Wohlbefinden gestört zu sein,
denn
das ganze System ist einfach nicht fähig, sich anzupassen. Wenn
man
sich einmal die Mühe macht, im Repertorium die Modalitäten
duchzugehen
und nach Rubriken zu suchen unter »schlimmer oder besser
durch«,
bei denen Mercurius zwei- oder dreiwertig steht, dann finden sich nur
sieben
Rubriken, die eine Besserung angeben, wobei fünf etwas mit
Hinlegen
zu tun haben, während es in 55 Rubriken mit Verschlimmerung
verzeichnet
ist. Aufgrund dieser extremen Empfindlichkeit weist der
Mercuriuspatient
nur eine sehr geringe Toleranzbreite gegenüber allen
störenden
Einflüssen auf. Zum Beispiel fühlt er sich nur in einem ganz
eng begrenzten Temperaturbereich wohl. Sobald es ein bißchen
kälter
oder wärmer wird, behagt es ihm schon nicht mehr.
Schwäche und Instabilität drücken sich auch emotional
aus. Weinen wechselt oft ab mit Lachen. Denken wir bei dieser
Instabilität
auch an die physikalischen Eigenschaften des Quecksilbers. Wenn man
sich
Quecksilber anschaut, entdeckt man, daß Mercurius irgendwo
zwischen
fest und flüssig existiert. Es fließt wie eine
Flüssigkeit
und dennoch behält es seine Form in gewisser Weise wie ein fester
Körper. Man kann die Kügelchen nicht mit den Fingern
aufheben.
Quecksilber läßt sich nicht wie ein Feststoff anfassen aber
es klebt auch nicht auf der Haut wie Flüssigkeit. Hängt man
es
in einem Ledersäckchen über einer Glasauffangschale in einem
geschlossenen Gefäß auf, so wird man feststellen, daß
nach einiger Zeit das ganze Quecksilber durch das Leder
durchdiffundiert
ist und sich wieder in der Glasschale, zu einer Kugel geformt,
wiedergefunden
hat. Genauso wie Mercurius als physikalischer Körper seine Form
und
Funktion ändert, so ist auch die Krankheit durch Instabilität
und Ineffektivität gekennzeichnet.
Die Reaktionsschwäche tritt bei Mercurius nicht etwa
plötzlich
auf. Nein, es handelt sich um einen allmählichen Prozeß, den
der Patient und deshalb auch der homöopathische Arzt am Anfang nur
schwer erkennt! Er beginnt so schleichend, daß der Patient kaum
seine
geringer werdende Toleranz gegenüber äußeren Reizen
wahrnimmt.
Er konsultiert seinen Arzt wegen einer bestimmten Beschwerde und hat
die
riesige Menge seiner übrigen Symptome vergessen, da er sie nicht
mehr
als ungewöhnlich betrachtet. Er hat gelernt, sich innerhalb einer
geringen Toleranzbreite zu bewegen und berichtet nur von den akuten
Symptomen,
die ihn zu diesem Besuch veranlaßt haben. Hier muß man die
früheren Stadien geduldig und geschickt erfragen.
Bald macht sich beim Patienten die geistige Verlangsamung bemerkbar.
Der Patient antwortet langsam, er begreift nur langsam, was geschieht
und
wonach man fragt. Mercurius ist sowohl geistig langsam als auch schwer
von Begriff. Auch die Mentalität ist von einer Art
Funktionsschwäche
gekennzeichnet. Andererseits gehört Mercurius zu den eiligen und
ruhelosen
Mitteln, aber der Patient schafft nichts in seiner Eile. Für eine
Aufgabe, die normalerweise eine halbe Stunde dauert, benötigt der
Mercuriuspatient leicht das 3-fache. Viele andere Mittel können
auch
von krankhafter Eile geprägt sein, aber zumeist bleibt der Patient
doch effektiv und leistungsfähig dabei (Acidum sulfuricum, Nux
vomica,
Natrium chloratum).
Ein zweites Stadium ist durch die Impulsivität gekennzeichnet.
Der Mercuriuspatient ist aufgrund seiner großen Empfindlichkeit
gegenüber
äußeren und inneren Einflüssen nicht fähig, sich
zu
konzentrieren. Ein gesunder Mensch kann seine Aufmerksamkeit einem
Thema
oder einer Aufgabe widmen, ohne sich von den vielen Gedanken und Ideen,
die auf ihn einströmen, ablenken zu lassen. Mercurius fehlt die
Kraft,
sich so scharf zu konzentrieren. Jeder zufällige
nebensächliche
Gedanke veranlaßt den Patienten, abzuschweifen. Schuld daran ist
wiederum die geistige Funktionsschwäche, die mit fortschreitender
Krankheit weiter zunimmt. Schließlich wird er empfänglich
für
jede Art von Impulsen wie zum Beispiel Gegenstände zu
zertrümmern,
jemanden wegen einer unbedeutenden Kränkung zu schlagen oder sogar
einen geliebten Menschen umzubringen. Er spricht bei der Anamnese
jedoch
nicht so offen über diese Impulse. Er spürt sie zwar, hat sie
aber unter Kontrolle. Er kennt sich selbst zur Genüge um zu
begreifen,
wie verwundbar er durch äußere Einflüsse ist. Und wegen
der Schwierigkeiten, die ihm daraus erwachsen könnten, versteckt
er
die Empfindlichkeiten in seinem Innern und läßt nichts an
die
Öffentlichkeit dringen. Diese Strategie steht jedoch auf
wackeligen
Beinen. Mercurius bleibt trotzdem noch genauso empfindlich und
verletzlich
und muß deshalb erhebliche Energie aufbringen, um sich selbst
unter
Kontrolle zu halten.
Schreitet die Krankheit ins dritte Stadium fort, so münden die
geistige Funktionsschwäche, die Verständnisschwierigkeiten,
die
Impulsivität und die Empfindlichkeit in einen paranoiden Zustand.
Der Patient ist von solch einer Animosität, daß er jeden
für
seinen Gegner hält. Die Furcht vor Geisteskrankheiten befällt
ihn vor allem nachts. Im Endstadium der geistigen Störung kommt es
aber nicht zur regelrechten Geisteskrankheit, wie wir sie bei anderen
Arzneimitteln
kennen, zum Beispiel Agaricus, Plumbum und Conium. Bei Mercurius ist
die
Zerstörung an Reaktionskraft oft so groß, daß er nicht
einmal richtig verrückt werden kann. Statt dessen wird er
schwachsinnig,
als ob das Gehirn erweiche und zu keiner Reaktion mehr fähig sei.
Hier sehen wir wieder das Endstadium der Lues. Alle Reize werden
aufgenommen
aber nicht mehr verstanden (Alzheimer-Erkrankung).
Obwohl Mercurius alle Organsysteme betreffen kann, können wir
doch meistens bestimmte Zielorgane ausmachen. Als erstes, und für
unseren Fachbereich das wichtigste, die Haut und die Schleimhäute.
Als nächstes das Rückenmark und schließlich das Gehirn.
Der langsame, schleichende Verlauf der Krankheit durch diese Organreihe
läßt uns erkennen, daß Mercurius eine ganz bestimmte
Affinität
zu ektodermalen Strukturen hat (wie bei der Lues). Dazu gehören ja
die Haut, die Schleimhäute in der Nähe von
Körperöffnungen,
die Augen und das Nervensystem. Die Abwehrschwäche zieht sich bei
Mercurius deutlich durch alle körperlichen Symptome. Wie bereits
erwähnt,
gehört Mercurius zu den Mitteln mit der geringsten Toleranzbreite
gegenüber Hitze und Kälte. Durch die Schwäche des
Abwehrmechanismus
herrscht eine große Instabilität im System. Dies wird anhand
einiger typischer Mercuriussymptome deutlich: Mercurius ist bekannt
für
seine Schweiße, die nicht erleichtern. Schwitzen ist ja eine ganz
normale Funktion, die den Körper bei Überhitzung
abkühlen
soll und der Ausscheidung von Stoffwechselschlacken dient. Wegen der
Überempfindlichkeit
führt bei Mercurius schon der geringste Anlaß zu
Schweißausbrüchen,
also eine überschießende Reaktion auf einen kleinen Reiz.
Bei
einem Menschen mit so geringer Toleranzbreite verschlimmert dann sogar
der Schweiß selbst. Der Mangel an Abwehrkraft legt ein weiteres
Charakteristikum
offen, Verschlechterung durch unterdrückte Absonderungen, wie es
zum
Beispiel in unserem Fachbereich durch das Unterdrücken einer
Eiterung
passieren kann. Denn bei Mercurius lassen sich die Absonderungen sehr
leicht
durch schulmedizinische Behandlung unterdrücken. Ein gesunder
Abwehrmechanismus
hätte letztendlich die Kraft, die Ausscheidung in der gleichen
oder
einer anderen Form wieder aufleben zu lassen. Das Mercuriussystem
hingegen
nimmt den krankmachenden Einfluß nur in sich auf wie ein Schwamm,
wodurch die Krankheit auf einer tieferen Ebene fortschreiten kann. Hier
tritt die Gefährlichkeit der progressiven Vikariation besonders
deutlich
hervor.
Es besteht typischerweise eine Neigung zu chronischen Eiterungen aller
Art, Eiterungen, die sogar jahrelang anhalten können. Die
Abwehrkraft
ist einfach zu schwach, die Infektion zu besiegen. So kommt es zu einem
Patt, bis schließlich ein Allopath eingreift, die Entzündung
unterdrückt und die Krankheit auf eine tiefere Ebene verschiebt.
Dadurch
wird sie für den Augenblick kaschiert und anscheinend geheilt.
Mercurius
ist bekannt für Ulzerationen, besonders der Haut und der
Schleimhäute.
Bei dieser fortschreitende Ulcera fehlen dem Körper die
Heilungskräfte.
Geschwüre können sich über immer größere
Gebiete
ausbreiten und neigen zur Penetration in die Tiefe. Tritt bei Mercurius
eine Eiterung oder Ulzeration auf, reicht die Selbstheilungskraft nicht
aus, und es kommt zu einem Fortschreiten mit fäulnisartigem
Gewebezerfall.
Am deutlichsten wird das bei den Zahnbetterkrankungen. Das Zahnfleisch
schwindet, die Zähne lockern sich, es bilden sich Eiter
gefüllte
Zahnfleischtaschen mit widerlichem Mundgeruch. Der ekelhafte foetor ex
ore ist typisch für Mercurius. Er ist das Ergebnis des
Gewebszerfalls,
der in einem System mit zu wenig Abwehrkraft unvermeidlich ist. Die
übertriebene
Antwort auf kleine Reize äußert sich auch durch den
exzessiven
Speichelfluß, der bei Mercurius auftritt. Der Magen gerät
durch
die geringste Belastung durcheinander, und fast jede Magenstörung
führt zu übermäßigem Speichelfluß. Obwohl
dieser
sowohl tagsüber als auch nachts auftreten kann, ist er in der
Nacht,
der typischen Verschlimmerungszeit von Mercurius, am schlimmsten. Die
Krankheit
schreitet von Haut und Schleimhaut in Richtung ZNS und Gehirn fort. Als
Zwischenstation greift sie das periphere Nervensystem und das
Rückenmark
an. Sie verursacht einen Tremor, der besonders die Hände
befällt.
Dieser Tremor kann fast als Symbol für die Schwäche, für
die Reaktionsschwäche von Mercurius angesehen werden.
Genau wie die Lues unter den Krankheiten, so ist Mercur der Affe unter
den Arzneimitteln. Es wirkt, und das sollte man sich auch für die
Anwendung von Mercurius und seinen Salzen insgesamt merken, am besten,
wenn eine syphilitische Anamnese oder Heridität vorliegt. Wenn
Mercur
nicht genau paßt, wirkt es nur symptomatisch, und macht die
Krankheit
bei wiederholter Anwendung noch schlimmer oder, wie Vögeli sagt,
sogar
unheilbar!
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